Thursday, August 21. 2025
Absolut aktuelle Absurdität
Im Internet ist alles zeitlos? Nicht ganz. Zufallsfund bei der Recherche. Ein Bild von 2023. Da steht doch glatt ein Mann in einem offenen Auto, behängt, man glaubt es nicht, mit Orden, die ganze Brust ist voll davon, als wär es vorgestern. Wer kann das glauben, dass es immer noch den gleichen Irrsinn gibt. Hat der Mann was nachzuholen, was schon vor 100 Jahren Wilhelm nicht die Macht gesichert hat? Und Soldaten gibt's auch immer noch? Einer davon ist der Fahrer des Ordenträgers, nicht zu fassen. Ein Segen, dass wir als gesamte Menschheit in unserer Lebensspanne so beschränkt sind. Das erspart uns wenigstens die Peinlichkeit, womöglich noch von wirklich intelligentem Leben entdeckt zu werden.
(c) 2025
(c) 2025
Sunday, July 27. 2025
Die Grenzen des Traums
Der leichte Wind, verborgen in dem Berge,
Ein Tropfen Tau, der kaum zu sehen ist,
Der harte Fels ist nicht einmal Materie,
Er ist Verzicht.
So unbemerkt kann eine Welt sich schließen,
Die eignen Bilder durch den Schein ersetzt,
Solch Universum ausgedachter Sphären
Durchs Angesicht.
Das, was erblüht, kann so im Sand verschwinden,
Wie eine Meereswelle kommt und wieder geht.
Doch kann man ohne Fehler auch verlieren,
Wenn niemand spricht.
Ein Gleichgewicht ist schwer zu stämmen.
Der Sonne Wärme, die das Licht vertreibt,
Erreicht das eine nur: Holz kann nicht bleiben.
Der Bogen bricht.
Wohl kann die Zeit bekanntlich vieles ändern,
Strebt sie doch stets den nächsten Morgen an.
Will sie, was war, im Heute wieder finden,
Scheint neues Licht.
Für TDR
Ein Tropfen Tau, der kaum zu sehen ist,
Der harte Fels ist nicht einmal Materie,
Er ist Verzicht.
So unbemerkt kann eine Welt sich schließen,
Die eignen Bilder durch den Schein ersetzt,
Solch Universum ausgedachter Sphären
Durchs Angesicht.
Das, was erblüht, kann so im Sand verschwinden,
Wie eine Meereswelle kommt und wieder geht.
Doch kann man ohne Fehler auch verlieren,
Wenn niemand spricht.
Ein Gleichgewicht ist schwer zu stämmen.
Der Sonne Wärme, die das Licht vertreibt,
Erreicht das eine nur: Holz kann nicht bleiben.
Der Bogen bricht.
Wohl kann die Zeit bekanntlich vieles ändern,
Strebt sie doch stets den nächsten Morgen an.
Will sie, was war, im Heute wieder finden,
Scheint neues Licht.
Für TDR
Wednesday, July 23. 2025
Alles ist Energie
Wir Menschen machen wir uns oft so viele Gedanken, warum etwas so ist, wie es ist, warum wir wir sind, woher wir kommen und wohin wir hingehen, wenn wir gehen. Wer sind wir? Was ist unser Bewusstsein? Wie ist das Weltall entstanden? Und, nicht zuletzt, was ist der Sinn des Lebens?
Dabei sind die Antworten so einfach, dass es als peinlich angesehen wird, sie zu geben, denn sie sind nicht wissenschaftlich fundiert genug, nicht belegbar. Oder doch?
Alles ist Energie. Da Energie nicht verloren geht, nur in einen anderen Zustand geraten kann, geraten eben auch wir in einen anderen Zustand, wenn wir gehen. Und bevor wir kamen, waren wir einem anderen Zustand. Für dieses Leben, unser Leben hier auf unserem Planten, unserem Lebensraum, ist es allerdings völlig unerheblich, wie diese Zustände aussehen, weil wir, so wir jetzt sind, mit unserem wahrgenommenen Wesen, zuerst eben noch nicht und später nicht mehr realisiert sind. Wir würden eine mögliche Antwort darauf, um was für Zustände es sich handelt – da bin ich mir sicher – ebenso wenig verstehen, wie wir einer Ameise Einsteins Relativitätstheorie erklären könnten, falls wir sie denn erklären könnten.
Alles ist Energie. Selbst unser ach so tiefgründiges Denken kommt durch energetische Zustände chemischer und physikalischer Natur zustande. Zur Emergenz kommen wir noch. Grundsätzlich sind Lebewesen, wie wir sie kennen, insgesamt nichts anderes als das Ergebnis energetischer Reaktionen, begonnen mit dem Zusammenschmelzen von Elementen im Kern von Sternen, dem Zusammenfügen von komplexeren Molekülen unter dafür günstigen Bedingungen, der Aufnahme und Abgabe von Energie und der Entstehung von Organismen. Ob all dies gerichtet oder zufällig geschah, oder ob das Ergebnis Mensch das naheliegendste sein könnte, angesichts unserer engen Angepasstheit an unsere Umwelt, ist zwar Frage heftigster wissenschaftlicher Debatten. Zu Ende gedacht spielt aber auch das nicht wirklich eine Rolle für unser konkretes Dasein. Unter uns bewegt manche die nächste Steuererklärung oder die Ergebnisse eines Halbfinales, andere brauchen rudimentären Schutz vor Gewalt und etwas zu essen, damit sie nicht verhungern. Der Sinn des Lebens kommt in alldem nicht vor, ist höchstens ansatzweise darin zu erkennen, dass Menschen in der Regel am Leben bleiben wollen, wenn man sie lässt und sie ihr Auskommen haben. Denn darin liegt das Fünkchen Wahrheit, das wir leider so oft ignorieren: Der Sinn des Lebens liegt im Leben selbst.
Energetisch betrachtet, ist es egal, in welcher Form Energie vorliegt. Dir und mir als Einzelwesen, lateinisch Individuum, kann es nicht egal sein, ob uns buchstäblich das Licht ausgeblasen wird. Daher steckt alle Antwort, die wir suchen, im Umstand, dass wir am Leben sind. Deshalb hat jedes Leben, und zwar das, das bereits realisiert ist, schon mal Respekt und Schutz verdient. Wer das nicht akzeptiert und danach handelt, leistet streng genommen keinen Beitrag für das Leben an sich. Denn „Alles ist Energie“ bedeutet auch, dass unsere Lebensform eine klitzekleine Version davon ist, was möglich wäre. Mit anderen Worten: Wir sind temporär und nicht so wichtig. Das ist vom Standpunkt der Energie ausgehend gesagt. Für uns sind wir selbst und Menschen, die uns nah sind, von immenser Bedeutung. Daran können wir ermessen, dass nur wir selbst unserem Leben und dem Leben anderer eine Bedeutung beimessen können. Unser Sinn also, der in unseren persönlichen Leben steckt, wird von uns ausgestaltet. Im übertragenen Sinn sind wir unsere eigenen Sterne, in deren Kern das Leben, das wir führen wollen, ausgeformt wird. Wenn uns andere Menschen daran hindern, durch Manipulation oder Gewalt zum Beispiel, oder wenn wir uns selbst daran hindern, haben wir alle das Leben verloren. Demnach töten Mörder nicht nur ihre Opfer, sie töten auch sich selbst, nämlich ihr potentielles Selbst, das sie leben könnten. Sie haben den Sinn ihres Lebens, ihr Leben auszugestalten, verfehlt.
Alles ist Energie. Sicherlich haben wir auch Materie, aber angefangen hat es mit Energie, bevor die ersten uns bekannten Elemente entstanden, die die Materie bilden. Nicht vergessen ist da auch noch das, was wir Emergenz nennen, wenn etwas nicht allein aus seinen Teilen erklärt werden kann. Wenn unser Bewusstsein als emergent betrachtet wird nicht aus energetischen Abläufen beschrieben werden kann, ist es immer noch möglich, dass wir das nur bis jetzt, bis heute, nicht können. Ich bleibe dabei: Alles ist Energie. Nichts geht verloren. Der Sinn des Lebens wiederum ist das Leben selbst, und bei uns Menschen ist es auch der Sinn, den wir uns selbst geben.
Dabei sind die Antworten so einfach, dass es als peinlich angesehen wird, sie zu geben, denn sie sind nicht wissenschaftlich fundiert genug, nicht belegbar. Oder doch?
Alles ist Energie. Da Energie nicht verloren geht, nur in einen anderen Zustand geraten kann, geraten eben auch wir in einen anderen Zustand, wenn wir gehen. Und bevor wir kamen, waren wir einem anderen Zustand. Für dieses Leben, unser Leben hier auf unserem Planten, unserem Lebensraum, ist es allerdings völlig unerheblich, wie diese Zustände aussehen, weil wir, so wir jetzt sind, mit unserem wahrgenommenen Wesen, zuerst eben noch nicht und später nicht mehr realisiert sind. Wir würden eine mögliche Antwort darauf, um was für Zustände es sich handelt – da bin ich mir sicher – ebenso wenig verstehen, wie wir einer Ameise Einsteins Relativitätstheorie erklären könnten, falls wir sie denn erklären könnten.
Alles ist Energie. Selbst unser ach so tiefgründiges Denken kommt durch energetische Zustände chemischer und physikalischer Natur zustande. Zur Emergenz kommen wir noch. Grundsätzlich sind Lebewesen, wie wir sie kennen, insgesamt nichts anderes als das Ergebnis energetischer Reaktionen, begonnen mit dem Zusammenschmelzen von Elementen im Kern von Sternen, dem Zusammenfügen von komplexeren Molekülen unter dafür günstigen Bedingungen, der Aufnahme und Abgabe von Energie und der Entstehung von Organismen. Ob all dies gerichtet oder zufällig geschah, oder ob das Ergebnis Mensch das naheliegendste sein könnte, angesichts unserer engen Angepasstheit an unsere Umwelt, ist zwar Frage heftigster wissenschaftlicher Debatten. Zu Ende gedacht spielt aber auch das nicht wirklich eine Rolle für unser konkretes Dasein. Unter uns bewegt manche die nächste Steuererklärung oder die Ergebnisse eines Halbfinales, andere brauchen rudimentären Schutz vor Gewalt und etwas zu essen, damit sie nicht verhungern. Der Sinn des Lebens kommt in alldem nicht vor, ist höchstens ansatzweise darin zu erkennen, dass Menschen in der Regel am Leben bleiben wollen, wenn man sie lässt und sie ihr Auskommen haben. Denn darin liegt das Fünkchen Wahrheit, das wir leider so oft ignorieren: Der Sinn des Lebens liegt im Leben selbst.
Energetisch betrachtet, ist es egal, in welcher Form Energie vorliegt. Dir und mir als Einzelwesen, lateinisch Individuum, kann es nicht egal sein, ob uns buchstäblich das Licht ausgeblasen wird. Daher steckt alle Antwort, die wir suchen, im Umstand, dass wir am Leben sind. Deshalb hat jedes Leben, und zwar das, das bereits realisiert ist, schon mal Respekt und Schutz verdient. Wer das nicht akzeptiert und danach handelt, leistet streng genommen keinen Beitrag für das Leben an sich. Denn „Alles ist Energie“ bedeutet auch, dass unsere Lebensform eine klitzekleine Version davon ist, was möglich wäre. Mit anderen Worten: Wir sind temporär und nicht so wichtig. Das ist vom Standpunkt der Energie ausgehend gesagt. Für uns sind wir selbst und Menschen, die uns nah sind, von immenser Bedeutung. Daran können wir ermessen, dass nur wir selbst unserem Leben und dem Leben anderer eine Bedeutung beimessen können. Unser Sinn also, der in unseren persönlichen Leben steckt, wird von uns ausgestaltet. Im übertragenen Sinn sind wir unsere eigenen Sterne, in deren Kern das Leben, das wir führen wollen, ausgeformt wird. Wenn uns andere Menschen daran hindern, durch Manipulation oder Gewalt zum Beispiel, oder wenn wir uns selbst daran hindern, haben wir alle das Leben verloren. Demnach töten Mörder nicht nur ihre Opfer, sie töten auch sich selbst, nämlich ihr potentielles Selbst, das sie leben könnten. Sie haben den Sinn ihres Lebens, ihr Leben auszugestalten, verfehlt.
Alles ist Energie. Sicherlich haben wir auch Materie, aber angefangen hat es mit Energie, bevor die ersten uns bekannten Elemente entstanden, die die Materie bilden. Nicht vergessen ist da auch noch das, was wir Emergenz nennen, wenn etwas nicht allein aus seinen Teilen erklärt werden kann. Wenn unser Bewusstsein als emergent betrachtet wird nicht aus energetischen Abläufen beschrieben werden kann, ist es immer noch möglich, dass wir das nur bis jetzt, bis heute, nicht können. Ich bleibe dabei: Alles ist Energie. Nichts geht verloren. Der Sinn des Lebens wiederum ist das Leben selbst, und bei uns Menschen ist es auch der Sinn, den wir uns selbst geben.
Monday, July 21. 2025
Herrschaftszeiten
Seibt-Verlag, Münchener Büro, ein grauer Wintermontag, 1962, morgens um acht. Eine junge Frau, die in einen noch von ein paar rasch schmelzenden Schneeflocken bedeckten, dicken Wollmantel gehüllt ist, rauscht zur Tür herein, entschuldigt sich wortreich für ein paar Minuten Verspätung. Sie hat doch glatt den falschen Käfer ausgegraben, das kommt tatsächlich öfter vor. Das Kind musste auch noch in die Krippe. Jetzt ist sie da. Sie schält sich aus dem Mantel, die Wangen rot, die Augen wach und glänzend, mit feinem schwarzem Lidstrich, ein ebenso feiner und schwarzer Punkt auf der linken Wange, leicht toupiertes Kurzhaar. Ihr Schwarzweißfoto wird viele Jahre später eine andere junge Frau an Amy Winehouse erinnern. In ihrem Jetzt steht die Frau in voller Farbe und erwartungsvoll vor ihrem Chef, der lächelnd vorschlägt, sie möge doch noch mal heimfahren. Verwundert folgt die Frau seinem Blick, bei dem auch seine Augen lächeln, und schaut an sich herab. Erschrocken erspäht sie ihren mit Spitze besäumten, seidenen Unterrock. Sie hat in all der Eile den Rock vergessen. Schade, ja, wirklich schade, dass Madonna erst 4 Jahre alt ist, nicht wahr?
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