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    <title>EVRENİM - My Space - Pushing up the...</title>
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    <title>Brandmarken statt Brandmauer</title>
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            <category>Pushing up the...</category>
    
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    <author>nospam@example.com (eli)</author>
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    Wenn Rassisten ihre menschenverachtenden Parolen brüllen – wobei wir auch empfinden, dass sie brüllen, wenn sie flüstern oder gar schreiben, weil das Schrecklichste immer wie ein verbaler Eklat wirkt – dann regen wir uns darüber auf. Wir sagen womöglich, dass sie so etwas nicht äußern dürfen, dass es Unrecht ist, politisch nicht korrekt, falsch. Das mag alles stimmen, aber was genau verlangen wir von ihnen? Dass sie schweigen? Dass sie ihre Meinung ändern? Die Dinge so sehen wie wir? &lt;br /&gt;
Tatsächlich können wir froh sein, dass diese Leute äußern, was sie denken. Denn in der Vergangenheit, ja, im Grunde immer schon, dachten und denken sie so, und das muss sich auf ihr Verhalten ausgewirkt haben. &lt;br /&gt;
Wenn sie sich heute äußern, wissen wir endlich genau, mit wem wir es bei ihnen zu tun haben. Jetzt ist unsere Aufgabe nicht, sie umzustimmen, denn das wird uns nicht gelingen. Sie sind schon so lange dieser Meinung, dass diese in ihre Identität übergangen ist. Würden sie davon ablassen, würden sie sich selbst verlieren. Sie müssten sich komplett neu finden. Kaum jemand wäre zu so etwas bereit. &lt;br /&gt;
Daher ist unsere Aufgabe eine andere, nämlich diese Leute öffentlich als das zu brandmarken, was sie sind, nämlich rassistisch und menschenverachtend. Wir müssen öffentlich ihre Argumente zerschlagen, aber ohne den Aspekt der Belehrung solch Unbelehrbarer. Wie müssen sie als nicht gesellschaftsfähig darstellen und uns dann ganz deutlich von ihnen abwenden. Wir dürfen nicht zulassen, dass sie ihre Psychospielchen mit uns spielen oder das wir unsere Zeit, in der wir Wichtigeres zu tun haben, mit ihnen verschwenden, während sie uns beflecken mit ihrem fatalen, rückwärtsgerichteten geistigen Dreck: Ja, kommt aus euren Löchern hervor, ihr Nazis und anderen Faschisten! Steht zu eurem verqueren Denken, sprecht es aus,  damit wir euch brandmarken und dann den Rücken zudrehen können in jeder Lebenssituation. Wir stehen für die Gleichberechtigung aller, für Diversität, ja für egalitäre Differenz, deren Toleranz genau dort endet, wo wir auf eure Intoleranz und Verbohrtheit stoßen!&lt;br /&gt;
So müssen wir mit diesen Leuten umgehen, denn sie gehören nicht in eine Welt des 21. Jahrhunderts, in der weder die Herkunft, noch der Pass, noch das Äußere eine Rolle spielen sollte, sondern allein das Denken und Handeln zum Wohle aller. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(c) 2026&lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Sun, 22 Feb 2026 15:46:00 +0100</pubDate>
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    <title>Expedition</title>
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    <author>nospam@example.com (eli)</author>
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    Dass sie arbeitete, sah man ihr an, aber nur dann, wenn sie gerade damit beschäftigt war, etwas zu lesen, das sie dazu verleitete, in ungeregelten Abständen ihre Nase zu berühren. Es war eher ein fahriges Vorbeistreifen als ein Berühren, aber darüber hinaus zuckten ihre Nasenflügel dann so merklich, dass der Eindruck eines tatsächlichen Berührens auch beim zufälligen Betrachter blieb und sich bestätigte, wenn sie diese Nichtberührung wiederholte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann las sie also und war so konzentriert, dass sie nicht bemerkte, was um sie herum vorging. Und so wusste sie auch nicht, dass man sie als konzentriert betrachten konnte. Sie wusste, was sie zu tun hatte, kannte ihre Aufgabe, das war alles. Sie durchstreifte die Seiten ihrer Lektüre mit ihrem Blick nach keinem wirklich geordneten Muster, vielmehr sprunghaft nahm sie Worte und Bilder auf und sammelte dabei ein Sediment an Eindrücken, das sie zu einem späteren Zeitpunkt wie einen Ackerboden abzuernten gedachte. Während ihre Augen den breitesten Fluss der Erde im Zickzack durchschwammen und dabei ohne Zeitverzögerung einen Abstecher in eine große Wüste am Rande eines Steilgebirges machten, fuhr sie mit dem Finger schnurgerade die Zeilen des Textes entlang, die sie am meisten zu fesseln vermochten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Blau der See ging in jedem Fall eher in Grünliche, das konnte niemand bestreiten, und all die weißen Segel auf der scheinbar spiegelglatten Oberfläche setzten Akzente wie Sahnehäubchen auf einer Marzipantorte. Konnte man das so sagen? Es war Winter anderenorts, doch hier im Süden tummelten sich die Badewilligen wirklich frohgemut im Wasser, das aus der Nähe betrachtet schon wieder Himmelsfarbe angenommen hatte. &lt;br /&gt;
Dort ganz oben im Weiß hingegen herrschten neben anderen Temperaturen vor allem plüschig befellte Kampfmaschinen, die zwar jeden Zoo bereichert, aber jede Kinderstube in ein Blutbad verwandelt hätten. Nein, das ging nicht, hier musste man Abstriche machen. Schließlich mussten die Bären entsprechend gefährlich sein, um ihr Überleben zu sichern. Und im Gegensatz zu ihren braunen Artgenossen in Amerika waren die zwei hier keine Leckermäuler und belästigten nicht etwa Campingfreunde oder Picknickfans. Diese unglaublichen Höhen dort hinten wirklich einmal zu sehen, konnte manch einen sogar dazu bewegen, sich ein paar Tage ohne fließend Wasser oder Zentralheizung vorzustellen. Man lernte rasch, wenn man musste, und zum Glück wiesen einen Ortsansässige nur zu gerne ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während sie las, schrieb sie, obwohl sie dies nicht mit ihrem Finger tat oder einem Stift, und auch nicht elektronisch oder digital. Sie schrieb in ihrem Kopf und mit ihrem Kopf, sie las und verstand und gleichzeitig schrieb sie, gewissermaßen ins Unreine, direkt in ihrem Kopf auf, was sie später formulieren wollte. So konnte sie Tage verbringen, ohne eine Zeile zu schreiben, und hatte doch stets genug Material beisammen. &lt;br /&gt;
Ihre Nächte waren naturgemäß kurz, sie kannte dies auch gar nicht anders und hatte ein Verfahren für Kurzschlafphasen, die sie Schlüsselschlaf nannte, entwickelt, in denen sie mit einem Schlüsselbund in der Hand auf ihrem Sofa über einem Buch oder einer Zeitung einnickte und aufwachte, sobald die Schlüssel ihrem durch Entspannung gelockerten Griff entfielen und geräuschvoll klirrend zu Boden stürzten. &lt;br /&gt;
Die Niagarafälle waren ein Magnet, besonders für Paare. Und den Vesuv besuchten vor allem Familien mit Kindern, ebenso wie letztere das Erdbeeren pflücken und Heu einbringen auf einem Bauernhof schätzten, während Neudeutsch Singles genannte Alleinstehende sich mit Vorliebe in Kräuterdampfbädern die Poren reinigen ließen. Gourmets hingegen achteten auf hochbesternte Küchen und konnten in Paris ebenso zu finden sein wie in Tokio oder Dubai. Sie selbst machte sich aus Essen weniger, und vergaß hin und wieder, dass die Zeit der Nahrungsaufnahme ihr eine Zwangspause verordnete. Gemüse war ihr dabei das Fleisch, und sie liebte besonders die Vielfarbigkeit verschiedener Gemüsesorten, sowie von Salaten und Kräutern direkt aus dem Garten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hängende Gärten warteten mit faszinierenden Pflanzen auf und brachten die Menschen ins Träumen. Das war das Schlimmste, fand sie, dass sie die Orte, die sie in ihren Träumen erreichte, nicht wirklich aufsuchen konnte. Man konnte sie oft nicht einmal annähernd beschreiben und nur hoffen, das sie jemand wiedererkannte, wenn er oder sie selbst hinkam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr letzter Tag unterschied sich in keiner Weise von den anderen rund vierzehntausendsechshundert Tagen ihres Lebens. Sie las und schrieb. Sie arbeitete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
©2008 
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    <pubDate>Sun, 25 Jan 2009 01:24:00 +0100</pubDate>
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